Serbische Pflegekräfte zu Besuch in Essen

Der Mangel an Pflegekräften im Ruhrgebiet führte die Geschäftsführer der Katholischen Alten- und Pflegeheime Essen nach Serbien, um dort Mitarbeitende für sich gewinnen zu können. In einem einwöchigen Praktikum sollten sich die Interessierten nun unter Beweis stellen und zeigen, wer das Zeug zur qualifizierten Pflegefachkraft in Deutschland hat.

Aufgeregt und voller Hoffnung kamen sieben serbische Pflegekräfte in Essen an, welche nicht nur in den Häusern St. Anna und St. Monika, sondern auch in den stationären Einrichtungen der Nikolaus Groß GmbH und sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich der Katholischen Pflegehilfe arbeiten sollten. Nach einer gemeinsamen Vorstellungsrunde, einer Stärkung und erstem Kennenlernen im Haus St. Anna gingen sie mit den Einrichtungsleitungen der Häuser mit, in denen sie nun die nächsten sieben Tage hospitieren und auf Herz und Nieren geprüft werden sollten.

Voller Freude aber auch geplagt von Nervosität machten sich Lidija Djuric und Dusan Miloradovic fertig für ihren ersten Arbeitstag in St. Anna und St. Monika. Von dieser Probearbeitswoche hängt so viel ab. In ihrem Herkunftsland finden qualifizierte Fachkräfte oft keine Arbeit. Zu wenig Jobs gibt es in Ländern außerhalb der Europäischen Union für Fachkräfte aus der Pflege. So träumen auch Lidija Djuric und Dusan Miloradovic von einer beruflichen Zukunft in Deutschland. Dass sie sich nun unter Beweis stellen müssen macht die 43-Jährige ausgebildete Krankenschwester nervös, obwohl sie ihr Talent zu 100% zeigen möchte.
Mit dem Abschluss der Mittelmedizinischen Schule in Serbien und ihrer Tätigkeit als Krankenschwester in Serbien hat sie bereits zahlreiche Erfahrungen im Bereich der Versorgung und Pflege von Menschen sammeln können. Dennoch gibt es einige pflegerische Unterschiede in den deutschen Einrichtungen im Gegensatz zu denen, die in Serbien herrschen.

In dieser Praktikumswoche wird besonders darauf geachtet, wie die serbischen Pflegekräfte mit der Arbeitsweise und den Vorgaben in der Pflege hier in Deutschland umgehen, wie sie mögliche Sprachbarrieren meistern und sich integrieren können.

Nach einer erfolgreichen Praktikumswoche strebt der Unternehmensverbund natürlich die Übernahme der serbischen Pflegekräfte an. Doch der Weg bis zur Unterschrift eines Arbeitsvertrages wird nicht einfach werden.

Die serbischen Pflegekräfte wurden von dem Geschäftsführer Markus Kampling und zahlreichen Einrichtungsleitungen der Katholischen Alten- und Pflegeheime Essen, der Nikolaus Groß GmbH und der Katholischen Pflegehilfe herzlich begrüßt.

Lidija Djuric fühlt sich bereits sehr wohl bei der Arbeit mit den Bewohnenden des Hauses St. Anna.